Magendrehung

Die Magendrehung stellt einen lebensbedrohliche Notfall bei allen Hunden dar. Besonders große Hunde sind leider anfällig für diese Erkrankung. Es ist also keine rassenspezifische Erkrankung, sondern hängt einfach mit der Größe der Hunde zusammen.
Alle Symptome, die auf eine Magendrehung hindeuten könnten, sollten sofort sehr ernst genommen werden, denn wenn der Magen erst einmal gedreht ist muss man schnell handeln.
Der Magen des Hundes ist im Bauchraum nicht befestigt, seine Aufhängung besteht lediglich aus der Speiseröhre und dem Dünndarm. So hängt der Hundemagen U-förmig fast frei im Bauchraum.
Bei Fehlgärung, Aufgasung oder Überladung des Magens kann es zu einer Drehung um die eigene Achse kommen.
Symptome dieses lebensgefährlichen Zustands sind unter anderem:

– ein prall aufgeblähter Bauch
(als hätte der Hund einen Medizinball verschluckt!!!)
– Würgen mit und ohne erfolgreiches Erbrechen
– vermehrtes Speicheln und Hecheln, Unruhe
– Unruhe und Weigerung sich entspannt auf die Seite zu legen
– vermehrtes Trinken mit sofortigen “Erbrechen” des Wassers

Fallen Ihnen ein oder mehrere der oben beschriebenen Anzeichen auf, rufen Sie bitte SOFORT einen Tierarzt an.
Die Ursache/n für eine Magendrehung sind umstritten und keine ist wirklich bewiesen.
Vermutungen gehen von Wetterlage bis hin zur genetischen Veranlagung.

Grundsätzlich kann man sagen, dass man vorbeugend einiges tun kann, um die Wahrscheinlichkeit einer Magendrehung zu verringern:

-mehrere kleinere Portionen am Tag füttern (ca 2-3)
– quellendes Trockenfutter immer einweichen, (aber nie zu lange)
– Reis oder Nudeln nur sehr weich gekocht ins Futter mischen
– 2 Stunden Ruhe nach dem Füttern
– den Hund nicht gleich nach dem Füttern für eine längere Zeit alleine lassen
– einen zu hohen Fettanteil der Nahrung vermeiden
– den Hund nie zu lange unbeobachtet lassen

Eine weitere gute Möglichkeit das Risiko einer Magendrehung zu verringern ist es, bei absehbaren oder geplanten Bauch-OP’s den Magen an der Bauchwand festnähen zu lassen, damit er sich theoretisch gar nicht erst drehen kann.

Sprechen Sie darüber mit dem Tierarzt Ihres Vertrauens.